Mrz 152009
 

>Wir haben es Christian Geyer von der FAZ zu danken, uns auf ein Buch aufmerksam zu machen, das in diesen Tagen auf deutsch erscheint: Joachim Gaertner, „Ich bin voller Hass – und das liebe ich“, ein „dokumentarischer Roman“. Gaertner hat es unternommen, all die schriftlichen Aufzeichnungen und Dokumente auszuwerten, die die beiden Amokläufer von Littleton (Columbine High School 1999) hinterlassen haben.


Man lese den Artikel in der heutigen Online-Ausgabe, vielleicht ein Grund, sich das Buch zu beschaffen. Gaertners Arbeit wird zu einer Dokumentation der Unerklärlichkeit des Bösen: “Im Nachhinein kann man deutlich verfolgen, wie sich die beiden [Täter] immer mehr an ihren eigenen Phantasien berauschen, wie sie Hass und Aggression geradezu aufsaugen, wie sie ihre eigenen Texte als Verheißung des ultimativen und dann realen Kicks nehmen. Was diesen Kick auslöst, ist aber gerade nicht zu fassen.”

Eine solche Wahrnehmung kommt der Wahrheit, auch der von Winnenden, wahrscheinlich sehr nahe.
 15. März 2009  Veröffentlicht von am 07:42  Amok, Gewalt, Winnenden

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