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Gesellschaft Internet

Realismus statt Euphorie

Die euphorische Adler ist gelandet. Nach dem Katzenjammer (SLobo) über die Bedeutungslosigkeit der Netizens folgt nun das Entsetzen, dass es im Netz auch nur zu geht wie IRL = in real life. Ökonomische wie machtpolitische Interessen, Kontrolle, Verschleierung, das Machbare machen zu Gunsten  der Machthaber. Über die gläubigen Piraten und ihre Netzreligion spricht schon gar […]

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Internet

Verlorene Unschuld

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden hat das Internet seine Unschuld verloren. Am Internet selber hat sich natürlich nichts geändert, denn Daten werden seit vielen Jahren in immer größerer Menge und auf immer perfektere Weise abgegriffen und ausgewertet. „Big data“ war bisher das verheißungsvolle Schlagwort, das für ungeahnt genaue Kundenprofile, neue Geschäftsmodelle und passgenaue […]

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Gesellschaft Individuum Mensch

Mut zur Un-Gleichheit

„Arme sterben früher“ titelte die Süddeutsche Zeitung gestern. „Die Lebenserwartung sinkt mit dem Einkommen“ hieß es bei derwesten.de. Schlussfolgerung des Ärztetages laut Süddeutscher Zeitung: „Die Ärzteschaft will Verantwortung für die schlechter gestellten Patienten übernehmen – handeln müsse aber zunächst einmal die Bundesregierung.“ Klarer Fall von Ungleichheit, von Ungerechtigkeit. Menschen der sozialen Unterschichten rauchen mehr. Rauchen […]

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Gesellschaft Netzkultur

Illusion der Netzfreiheit

Netzfreiheit ist kein Netzthema. Es ist auch kein Thema der ‚Netzgemeinde‘. Wie vieles andere auch, zum Beispiel das Urheberrecht, die Privatsphäre, die Forderung nach Transparenz und demokratisch-kultureller Teilhabe, das Marktverhalten mächtiger Konzerne wie Google oder Amazon, die Lage der Zeitungen und des „klassischen“ Journalismus, – all diese vermeintlich eigenen Themen der Internet-Aktivisten, der Piraten, der Netzgemeinde […]

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Gesellschaft Moderne

Zeiterscheinungen

Es ist schwierig, die gegenwärtige Zeit in Gedanken zu fassen. Das liegt weniger daran, dass die Gegenwart so schwierig wäre, sondern verweist auf ein grundsätzliches Problem. Die unmittelbare Nähe und Distanzlosigkeit des Erlebens der jeweils aktuellen Zeit macht es nahezu unmöglich, in der Gegenwart etwas „objektiv“ zu sehen, denn das hieße ja: aus der Distanz, […]