Sep 192013
 

Es hat nicht viel gebraucht, und die dünne Hülle der ach so auf abgeklärten Postmoderne ist zerrissen. Dabei war man sich doch sicher, dass die ideologischen Grabenkämpfe vorbei sind, dass Pluralismus und kulturelle Vielfalt zu den Grundgegebenheiten unserer Gesellschaft geworden sind, dass das Internet mitsamt dem damit einhergehenden technologischen Fortschritt uns (zumindest den westlichen Gesellschaften) dem Glück, wenn nicht gleich dem Reich der Freiheit ein Stück näher bringt. Manche beklagen zwar den Verfall traditioneller Werte oder deren Nivellierung, aber das sind dann doch erfreulicherweise klar identifizierbare Agenten des Gestrigen wie die Kirchen. Die Gewerkschaften haben dagegen den Umschwung in die Postmoderne irgendwie doch noch geschafft, wenn auch mit Blessuren (in den Mitgliederzahlen).

Und dann kommt ein Edward Snowden mit seinen Enthüllungen, und die schöne neue Welt freier Kommunikation im grenzenlosen Netz schmilzt dahin wie Frühjahrsschnee an der Sonne. Das Netz ist längst von Unternehmen, Regierungen und Geheimdiensten in Besitz und unter vollständige Kontrolle genommen worden. Der so oft beschworene Wertepluralismus kommt schnell an seine Grenze, wenn es um die (Ideologie der) Hochschätzung der Familie geht. Ziert sich die Kanzlerin, dem Adoptionsrecht schwul/lesbischer Paare uneingeschränkt und locker zuzustimmen, erfährt das postmoderne Selbstverständnis einen Knacks: Das ist ein Verstoß gegen die politisch korrekte Gleichheit. Letztere, die Gleichheit, ist flugs von einem formal-juristischen Prinzip der bürgerlichen Revolution zu einem material-sozialen Prinzip der Postmoderne geworden – und dann doch nicht allen recht und billig.

Schließlich ist da noch die Sache mit Trittin. Dank taz ist die Pädophiliedebatte der frühen Grünen nun zum Hauptthema der letzten Wahlkampfwoche erkoren worden. Trotz mancher Anstrengungen der einschlägigen Zeitungsmedien findet sie doch mehr am Rande statt / soll aus dem Wahlkampf heraus gehalten werden. Dabei zeigt sich, wie jung die letzte Vergangenheit noch ist, denn es geht um den Zeitraum der achtziger bis hinein in die neunziger Jahre. Wohl weils voriges Jahrhundert ist, scheint es weit weg zu sein. Doch geschwind tauchen da die Flugschriften der Stadtindianer wieder auf und holen manchen Akteur der gesitteten = politisch korrekten Postmoderne wieder ein. Und schon ereifern sich manche über die perfide „moralische Keule“ der Konservativen und rufen nach „kulturgeschichtlicher Einordnung“. Dabei merken sie gar nicht, wie sehr sie hier auf einmal mit zweierlei Maß messen, weil ihr eigenes Denken, vielleicht auch ihre eigene Vergangenheit betroffen ist und nicht die derjenigen, auf die traditionell gerne mit dem Finger gezeigt wird.

Twitter Thread

Twitter Thread

Der Firnis der unideologischen, wertneutralen und multikulturellen Postmoderne ist dünn. Er ist besonders dünn, seit das große Projekt „Freiheit im Netz – digitale Selbstverwirklichung“ in den Rechenzentren und Algorithmen der NSA, Google  etc. dahin geschieden ist. Die Allmacht von BIG DATA ist zum Bumerang geworden. Diese Hoffnung aber auf ein neues Paradies auf Erden, nein, im unergründlichen Cyberspace, der Vorstufe zum digitalen Nirwana, hielt aber die postmoderne Avantgarde zusammen. Nerdaktivisten und post-neoliberale (ups, was für ein Wort) Business-Freaks und deren Spindoktoren stimmten ja trotz aller Gegensätze darin überein, dass Freiheit und Glück des künftigen Menschen („Mensch-Maschine“ als Idealkonstrukt der Digitalkultur) nirgendwo anders als im Netz, in den Wolken entgrenzter Kommunikation und ubiquitären Wissens und Konsums liege. Womöglich wurde da mehr verwechselt als nur die Vernetzung von Datenbanken und die Aneignung von Wissen und Erfahrung.

Diese Brüchigkeit der postmodernen Selbstgefälligkeit ist ein gutes Zeichen. Der Übergang in eine Zeit nach der Postmoderne (Post-Postmoderne? Spät-Postmoderne? Neue Moderne?) hat die Chance, von den ungedeckten Versprechungen der Digital- und Derivate-Nerds Abstand zu nehmen. Es könnte ein wohltuender Abstand werden, wenn die kritische Betrachtung dieser jüngsten vorgeblich unideologischen, aber mit den 80ern und 90ern noch ach so tief verbundenen Neo-Ideologen (Neo-Liberale wie Netz-Gurus) einiges wieder nüchterner ins Licht setzt. Techniken und Strategien sind stets Mittel zu einem Zweck, nie Selbstzweck. Algorithmen werden nicht wertfrei entwickelt und eingesetzt. Macht bleibt Macht und möchte noch mächtiger werden. Ökonomie mag mal mehr die „unsichtbare Hand“, mal den rationalen homo okonomicus hätscheln, ihr essentielles Interesse bleiben Gewinn und Monopol. Regierung und ihre Dienste streben Kontrolle an, möglichst vollständig. Der vollmundige Pluralismus und die kulturelle Vielfalt verdecken oft vorhandene Machtstrukturen und Interessenlagen – und verdecken dunkle Seiten der jüngsten Vergangenheit.

Kurz gesagt: Auch die Postmoderne hat nur mit Wasser gekocht, auch das Netz ist nicht das Evangelium, auch die Neue Moderne (oder wie immer man die Zeit nach der Postmoderne nennen wird) wird ihrerseits mit Wasser kochen, ihre Interessen, Träume, Ideologen und Versäumnisse haben. Schön menschlich ist das. Schön zu sehen, wie manch vollmundige Großsprecher und Gender-Aktivistinnen, wie manch Prophet grüner Heilslehren am Ende doch nur auf dem Teppich der Tatsachen landen. Als Tiger gestartet – als Bettvorleger gelandet? Nein, das habe ich nicht gesagt…

 

Kleine ausgewählte Linkliste als Hintergrund des hier Geschriebenen:

Twitter-Gespräch mit MusikBÄRchen @musicaloris (siehe Bild im Text)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/evgeny-morozov-liest-pynchons-bleeding-edge-in-der-tiefe-12577093.html

http://taz.de/Debatte-Gruene-und-Paedophilie/!123992/

http://www.taz.de/!51494/

http://www.carta.info/64383/das-aushalten-von-ambivalenzen/?utm_source=buffer&utm_campaign=Buffer&utm_content=bufferb550f&utm_medium=twitter

http://www.faz.net/aktuell/politik/portraets-personalien/juergen-trittin-goettinger-verhaeltnisse-12580083.html

 19. September 2013  Posted by at 13:15 Gesellschaft, Kultur Tagged with: , , , , , , , ,  Kommentare deaktiviert für Postmoderne Tiger auf dem Teppich
Dez 282012
 

Auf einmal fiel es mir auf – es kam mir seltsam bekannt vor – es erklärte sich fast von selbst – eine Art „déjà vu“ – nun ja, nicht ganz… Eine satirische Jahres-End-Betrachtung.

Zum Jahreswechsel wird man von Rückblicken überhäuft, egal ob in Printmedien, im Fernsehen oder online in Blogs und sozialen Netzwerken. Manchmal ist das sogar interessant und kann witzig sein, aber manchmal ist dieser rückwärts gewandte Zeitraffer auch etwas des Guten zu viel. Immerhin fiel auf diese Weise mein Blick auf das, was es im vergangenen Jahr im Netz, in der digitalen Sphäre, in der Online-Welt, oder wie immer man es nun nennen will, gegeben hat. Da dämmerte es mir. Man muss nur noch ein wenig weiter zurück blicken und den Zeitraum der letzten sagen wir 20 Monate betrachten. Es begann mit „Occupy wallstreet“ im Juni 2011, setzte sich mit dem überraschenden Wahlerfolg der „Piraten“ bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September desselben Jahres fort und füllte von diesem Zeitpunkt an die Nachrichten, Kolumnen und Blogs. Die bisher eher im Schatten der Experten verborgene Welt des „Web 2.0“ war zumindest medial – wie heißt es so schön? – ‚in der Mitte der Gesellschaft‘ angekommen. Die allgemeine Aufmerksamkeit wurde auf die sozialen Plattformen gelenkt, die so etwas möglich gemacht hatten, Twitter und Facebook vor allen Dingen. War nicht schon der „Arabische Frühling“ eine „Twitter – Revolution“ gewesen? Und schon war der Hype geboren, der die Internet-Generation mit den immer wiederholten Kampfparolen „Transparenz“, „Teilhabe“, „Kontrollverlust“, „Liquid democracy“ (=“neues Betriebssystem“ des Politikbetriebs) auf einmal in vieler Munde brachte. Man goutierte als quasi exotisches Event die ersten Stellungnahmen der neu gewählten Berliner Piratenfraktion, lernte neue Gesichter kennen, erfreute sich an der unbedarften „Frische“ der nachfolgenden Piraten-Parteitage. Inzwischen ist es wieder ruhiger geworden. Das liegt nicht zuletzt an den Akteuren selber – anscheinend wurde das Piratenschiff eigenhändig versenkt – und an den Prozenten.

Aber über das Phänomen der Piraten hinaus, die gewissermaßen eine mediale Türöffner-Funktion erfüllt hatten, öffnete sich die öffentliche Wahrnehmung, Berichterstattung und Meinungsbildung verstärkt gegenüber den Stimmen aus der bis dahin mehr in sich abgeschlossenen „Internet-Gemeinde“: Netzthemen wurden modern in allen klassischen Medien. Neben der Finanz- und Eurokrise, die natürlich politisch und ökonomisch als Problem alles beherrschend war („Gipfeltreffen“), rückte das Thema „Internet“ und „social media“ als gleichsam „weiches“, also gesellschaftlich-kulturelles Thema in den Vordergrund. Viel lieber als technisch orientierte Informationen über Funktionsweise und Potentialität der neuen Netzdienste hörte man zugespitzte Thesen, sah die TV-Auftritte bunt schillernder Persönlichkeiten, die ihrerseits die klassischen medialen Plattformen (Zeitungen, TV) für ihre Anliegen, vor allem für die Darstellung ihrer neuen Weltsicht nutzten. Denn das wurde sehr rasch deutlich: Es ging nicht um irgendein technisches „Spielzeug“, es ging auch nicht um neue ökonomische Chancen, es ging um eine neue Weltanschauung, um die Weltanschauung der „digital natives“, gewissermaßen der Erstgeborenen der neuen Weltordnung der digitalen Kultur. Neben „Nerds“, „Spackos“, „Piraten“ waren und sind auch vermehrt die intellektuellen Vordenker zu hören und zu lesen, denen sich online und auf politischen Foren die Möglichkeit bietet, ihre Vision einer „evolutionären“ Technik-Zivilisation darzulegen und zu verbreiten. Und da ist sie dann, die Hoffnung auf eine neue, gerechte Welt der Teilhabe aller (sofern sie online leben), der völlig transparenten Demokratie, der gläsernen (?) Privatsphäre, der Robotik und der Realisierung künstlicher Intelligenz, kurz der Herrschaft der Algorithmen als Mittel zur ‚herrschaftsfreien Interaktion‘, also der ersehnten Vervollkommnung des so mangelhaften Naturwesens Mensch. Mensch und Technik sollen verschmelzen zu neuer Einheit. Ein Herbert Marcuse würde vielleicht über diese visionären Ziele jubilieren, allerdings über die aktuellen Mittel der bloß „instrumentellen Vernunft“ im Grab rotieren.

Che-Ponader

Und da war es dann, das Déjà vu: Ich habe das doch alles schon einmal gesehen und gehört, diese neue Wichtigkeit von Parolen, diese Art selbstgewiss-elitärer Avantgarde, die natürlich das „normal-elitäre“ Fußvolk braucht wie der Fisch das Wasser, diese berauschende Stimmung des Gefühls, am Anfang einer neuen, besseren Welt zu stehen, diese ideologischen Versatzstücke, die wieder und wieder medial durchgekaut werden, – und dann die Vordenker, die intellektuellen Zuarbeiter, die dafür sorgen, dass hohle Phrasen auch ein überzeugendes Fundament bekommen, die denkerisch für den Background sorgen und die Visionen in umsetzbare Strategien umformen, die zuspitzen oder abmildern, je nach dem, und die dafür stehen, dass aus einer elitären sozialen Gruppierung eine Bewegung wird, die ein gemeinsames neues Weltbild eint, ein politisch-kulturelles Ziel, dem man sich nur unter Inkaufnahme der Kennzeichnung als verbohrter, altmodisch bürgerlicher /analoger Traditionalist entziehen kann. Damals, ’68 folgende, wurde ebenfalls die  wahre Demokratie propagiert, allerdings ging es dabei um Sozialismus, bei vielen um „lupenreinen“ Marxismus, um Befreiung aus alten Zwängen, um das Brechen von Tabus und um ein „neues“, antiautoritäres Verständnis von Demokratie. Auch damals waren da die tonangebenden Intellektuellen, welche die jeweils gültige Melodie für die anzustimmende Musik vorgaben. Was damals die Neo- Sozialisten und -Marxisten waren, so scheint es mir, sind heute die „digital natives“, die sozialistische Bewegung ist nun die „Netzgemeinde“, statt „bürgerlich“ heißt es „analog“ oder „offline“, und der schlimmste Vorwurf, der einst „Faschisten“ lautete, heißt heute „Technikfeind“ oder „Verweigerer“: Kritisierten die Achtundsechziger die Gesellschaft als „faschistoid“, so gilt eben heute das beharrende Element als „technikfeindlich“. Aus dem Zauberwort „sozialistisch“ ist das kürzere „digital“ geworden. Beides aber wurde /wird mit dem erwünschten und gefeierten Fortschritt gleich gesetzt. Das Internet gebiert die neue „Leitkultur“.

Wer mag und sich altersbedingt auskennt, kann die Reihe der Parallelen einmal selber fortsetzen. Mir fällt vor allem die Selbstgewissheit auf, diese gewisse Selbstherrlichkeit (um nicht Arroganz zu sagen), mit der man sich auf der „richtigen“ Seite der Entwicklung sieht („Evolution“ sagt man sogar, um eine Naturnotwendigkeit zu suggerieren), die etwas hochmütig wirkende Rechthaberei, wenn es um Themen und Kategorien geht, das elitäre Gehabe, dass die bisher „Dummen“ schon zwangsläufig die Errungenschaften der digitalen Moderne übernehmen würden. „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“ Jaja, damals. Man findet in Entsprechung zu ’68 wieder eine starke ideologische Fixierung, heutzutage auf analytisches Technik-Wissen, das sich nur dann „kritisch“ verhält, wenn es um die Diffamierung der „Bedenkenträger“ oder um die Zurückweisung (geschichts-) philosophischer  Technikkritik geht. Die neue „Wahrheit“ manifestiert sich im „Netz“, genauer im „Schwarm“, dessen angebliche Intelligenz zum Sinnbild der Generation „X“ der „digital natives“ geworden ist. Nicht so sehr die „cloud“, die „crowd“ wird’s richten.

Und ein letztes, nun ein wirkliches déjà vu: Da sieht man auf einmal auf den etwas chaotischen Massenversammlungen (Parteitagen) der „Piraten“ doch tatsächlich jede Menge ergrauter „Revoluzzer“ aus den 68ern! Spätestens hier schließt sich der Kreis. Das Déjà vu hat eine real-personale Komponente. Das ist allerdings nicht entscheidend. Es ist nur eine weitere verblüffende Kuriosität, Real-Satire.

Und wie geht es weiter? Keine Ahnung, die augenfälligen Parallelen hören sogleich auf, aussagekräftig zu sein, wenn man eine Prognose wagen wollte. Zu verschieden sind dann doch die beschriebenen Phänomene, und zu sehr gewandelt hat sich die Zeit. Alles verläuft heute sehr viel schneller, „instant“ eben. Das Wort „Hype“ kannte man ’68 noch nicht, es war auch kein solcher. Die Entwicklung der IT-Technologien, der digitalen Medien, der digitalen Vernetzung, Produktion, Konsumption usw. als einer erweiterten Ebene unseres alltäglichen Lebens geht natürlich weiter, mit und ohne „Nerds“ und „Geeks“. Aber vielleicht geschieht genau dies: Dass unser Nutzen von digitalisierter Realität alltäglich wird. Dann könnten wir uns wieder mit Ernst darüber unterhalten, wie weit man die neuen Möglichkeiten der IT-Technologien samt digitaler Vernetzung zur Lösung der wirklich großen Probleme der Menschen nutzen könnte: zur Bekämpfung des Hungers, des Analphabetismus, der Armut, des Fundamentalismus jeglicher Spielart, der nach wie vor massiven Entrechtung der Frauen und Kinder, zur Förderung  des Respektes der Tierwelt, der Begrenzung der Klimaveränderung und so weiter und so weiter. Eigentlich gibt es genug „echte“ Probleme, deren Lösung all unsere Kräfte und Intelligenz braucht, vor allem die Kraft, den maßlos destruktiven Kräften und Ideologien zu widerstehen. Wenn hierbei „Künstliche Intelligenz“ helfen kann, ok  – aber die normale Vernunft würde schon reichen.

Oder ist alles noch ganz anders mit den Sozialen Medien? Ich lese heute: (Facebook Co-Gründer, Verleger und Eigentümer von „New Republic“) Chris Hughes unterhielt sich mit Arianna Huffington und Peter Thiel (Facebook-Investor):

„Macht Twitter die Demokratie unmöglich?“ So sollte die Frage des Abends lauten, die allerdings nicht zur Verhandlung kam. Die kulturkritische Prämisse, dass die sozialen Medien Zerstreuung und Kakophonie produzieren und dadurch der rationalen Debatte schaden, galt allen drei Helden der Kommunikationswirtschaft anscheinend als unstrittig. Im Stil der von Michel Foucault ausgegrabenen antiken Sexratgeber gaben sie Empfehlungen zur Dosierung des persönlichen Gebrauchs der neuesten Medien ab.

Brave new world!

 28. Dezember 2012  Posted by at 13:12 Internet, Kultur Tagged with: , , , , , , ,  Kommentare deaktiviert für Déjà vu ’68